Ob an der Rezeption, im Büro oder unterwegs: Mit einer Cloud-Hotelsoftware könnt ihr euer Hotelprogramm überall dort öffnen, wo eine Internetverbindung verfügbar ist. Die Software und eure Daten liegen dann nicht auf einem Server im Hotel, sondern im Rechenzentrum des Anbieters. Um Updates und Datensicherung kümmert sich in der Regel ebenfalls der Anbieter. Ganz so einfach, wie das Wort „Cloud“ klingt, ist die Sache allerdings nicht: Manche Programme wurden von Grund auf für den Browser entwickelt, andere sind klassische Windows-Anwendungen, die lediglich auf einen entfernten Server umgezogen sind.
Wie groß die Unterschiede sind, zeigt sich oft erst im Alltag: Was passiert, wenn die Internetleitung ausfällt? Welche Daten lassen sich aus eurem bisherigen Programm in ein Hotelprogramm aus der Cloud übernehmen? Und kommt ihr an eure Daten heran, wenn ihr den Anbieter irgendwann wieder wechseln möchtet? Wir haben die Hersteller, die uns ein Interview gegeben haben, genau dazu befragt und zusätzlich ihre veröffentlichten Angaben sowie die Vertragsbedingungen anderer Cloud-Anbieter ausgewertet. Der Vergleich zeigt, wie die jeweilige Hotelsoftware online funktioniert – und welche Fragen ihr vor einem Wechsel unbedingt stellen solltet.
Was Cloud-Hotelsoftware ist und welche Bauarten es gibt
Das Hotelprogramm – häufig auch PMS (Property Management System) genannt – hält den Betrieb zusammen: Hier verwaltet ihr Reservierungen und Zimmerplan, erledigt Check-ins, erstellt Rechnungen und pflegt die Gästekartei. Bei einer Cloud-Lösung liegen Programm und Daten auf den Servern des Anbieters. Entscheidend ist aber nicht allein, wo dieser Server steht. Für euren Arbeitsalltag macht es einen großen Unterschied, wie die Software auf euren Bildschirm kommt und was im Hotel selbst installiert sein muss.
Webbasierte Hotelsoftware: die Browser-Cloud
Das Programm ist für den Browser gebaut, im Hotel wird nichts installiert. Ihr arbeitet am PC, am Tablet oder am Smartphone, und der Anbieter spielt Updates für alle Kunden zentral ein. So arbeiten zum Beispiel ibelsa und 3RPMS.
Klassisches Programm im Rechenzentrum
Ein Programm, das ursprünglich für die Installation im Haus entwickelt wurde, läuft auf einem Server des Anbieters, und ihr greift über den Browser darauf zu. Bei der Cloud-Variante von hotline etwa wird das Programm im Browser gestartet, gearbeitet wird danach „in einer Ihnen vertrauten Windows-Oberfläche“. Wer das Programm schon kennt, muss sich also nicht an eine neue Oberfläche gewöhnen. Citadel hat im Juli 2024 angekündigt, seine bisher lokal installierten Programme auch auf Servern in Deutschland zu hosten; wie der Zugriff dann läuft und ob das Angebot inzwischen freigegeben ist, sagt Citadel öffentlich nicht, deshalb steht Citadel nicht in unserem Überblick unten.
Lokales Programm mit Web-Zugriff
Das Hotelprogramm bleibt im Haus installiert, einzelne Funktionen kommen über den Browser dazu. Winhotel.MX zum Beispiel lässt sich „als rein stationäres Inhouse-PMS“ nutzen und um eine Webversion für Browser und mobile Geräte erweitern; eine eigene Cloud-Lösung hat der Hersteller angekündigt. Weil das Programm selbst im Haus läuft, steht es nicht in unserem Überblick unten.
Daneben gibt es Anbieter, bei denen ihr zwischen Cloud und lokalem Betrieb wählen könnt. ASA HOTEL lässt sich beispielsweise entweder in der Cloud oder auf eigener Hardware betreiben. Auch Planet entwickelt die lokal installierte protel-Version parallel zum Protel Cloud PMS weiter. Bei der Auswahl lohnt es sich deshalb, genauer nachzufragen: Bedeutet „Cloud“ eine echte Browser-Anwendung – oder greift ihr lediglich aus der Ferne auf ein herkömmliches Programm zu?
Channel Manager, Revenue-Management-Programme oder Gäste-Apps laufen ebenfalls in der Cloud, ersetzen aber kein Hotelprogramm, sondern docken an eines an. Anbieter wie vioma, happyhotel oder straiv stellen wir deshalb auf unserer Startseite vor, nicht in diesem Vergleich.
Hotelprogramme mit ihren Funktionen und Preisangaben, auch die lokal installierten, findet ihr in unserem Vergleich:
Warum der Wechsel in die Cloud gerade ansteht
Manchmal entsteht der Druck zum Wechsel nicht im eigenen Betrieb, sondern durch den Hersteller. Ein wichtiges Beispiel ist HS3: Mews übernahm das in Deutschland verbreitete, lokal installierte Hotelprogramm im Mai 2024 und wirbt seitdem dafür, auf die eigene Cloud-Lösung umzusteigen. Auf der Wechselseite kündigt das Unternehmen an: „Der Support für HS3 und die zugehörigen Services enden im Frühjahr 2027.“ Wer HS3 einsetzt, hat damit einen Zeitplan, ob er wechseln will oder nicht.
Bei Oracle sieht es anders aus, aber in dieselbe Richtung. Für die ältere Produktlinie Suite 8 (früher Fidelio Suite8) endete der reguläre Support der Version 8.1x im März 2023. Seitdem gibt es nur noch einen unbefristeten Grundsupport, und der enthält keine neuen Updates, Fehlerbehebungen und keine neuen steuerlichen oder rechtlichen Anpassungen mehr. Ein Abschalttermin ist das nicht, wohl aber ein Programm, das mit neuen Vorgaben nicht mehr mitwächst. Oracles aktuelles Hotelprogramm ist die Cloud-Software OPERA Cloud; im März 2026 meldete Oracle, dass die Hotelkette Motel One über 100 Häuser in 13 Ländern innerhalb von vier Monaten darauf umgestellt hat.
Auch Anbieter, die beides im Programm haben, verschieben ihren Schwerpunkt. Die SoftTec GmbH führt neben der klassischen hotline Hotelsoftware die SoftTec Cloud Hotelsoftware. In unserem Interview zu hotline nennt sie als Kundenwünsche unter anderem „mehr cloudbasierte Nutzungsmöglichkeiten“ und „ortsunabhängiges Arbeiten“ und verweist auf die zunehmende „Ausrichtung auf die SoftTec Cloud Hotelsoftware“.
Der Umstieg ist längst nicht überall vollzogen. Das zeigt eine Umfrage des österreichischen Hotelierverbands ÖHV: Für seine Technologieumfrage befragte der Verband im Sommer 2025 insgesamt 249 Mitgliedsbetriebe. Davon arbeiten 42 Prozent mit lokalen Servern, 28 Prozent ausschließlich in der Cloud und 25 Prozent mit einer Kombination aus beiden Ansätzen. Viele Betriebe müssen also noch abwägen, welche Lösung zu ihren Abläufen und ihrer technischen Ausstattung passt.
Wie so ein Wechsel aus Sicht eines Hauses klingt, zeigen die Referenzstimmen, die Hersteller auf ihren Seiten veröffentlichen. Das Heidehotel Bockelmann in Bispingen schreibt bei ibelsa: „Nachdem wir 18 Jahre lang mit einem lokal installierten PMS-System gearbeitet haben, wollten wir auf eine Cloud-Lösung umstellen.“
Cloud oder lokal installiert: Vorteile, Nachteile und für wen was passt
Der Reiz der Cloud liegt auf der Hand: Ihr müsst keinen eigenen Server für das Hotelprogramm betreiben, euch nicht selbst um Software-Updates kümmern und seid bei der Arbeit nicht an den Rezeptions-PC gebunden. Dafür werden zwei Dinge besonders wichtig, auf die ihr nur begrenzt Einfluss habt: eine zuverlässige Internetverbindung und ein gut erreichbares Rechenzentrum beim Anbieter. Was das im täglichen Betrieb bedeutet, zeigt der Vergleich:
Am Smartphone lässt sich die Tabelle im Querformat besser lesen.
| Frage | Cloud-Hotelsoftware | Lokal installiertes Hotelprogramm |
|---|---|---|
| Server und Installation | Kein Server für das Hotelprogramm im Haus; Geräte für Kasse oder Schließanlage können je nach Anbindung vor Ort bleiben | Server oder Rechner im Haus, Installation auf den Arbeitsplätzen |
| Updates | Spielt der Anbieter zentral ein | Spielt ihr oder euer IT-Dienstleister ein |
| Datensicherung | Beim Anbieter im Rechenzentrum | In eurer Verantwortung, vor Ort oder ausgelagert |
| Arbeiten außerhalb der Rezeption | Von jedem Gerät mit Internet | Nur im Hausnetz oder über eigens eingerichteten Fernzugriff |
| Wenn das Internet ausfällt | Bei reinen Browser-Programmen kein Zugriff, außer über einen zweiten Netzweg wie Mobilfunk; einzelne Kombilösungen wechseln auf eine lokale Kopie | Rezeption, Reservierung und Rechnung laufen in der Regel weiter; Channel Manager und Online-Meldungen brauchen eine Verbindung |
| Kostenmodell | Laufende Miete, meist nach Zimmern oder Einheiten und Modulen | Meist Lizenzkauf, dazu Wartung, Server und IT-Betreuung |
Besonders viel spricht für die Cloud, wenn ihr heute einen IT-Dienstleister für Server, Updates und Backups bezahlt oder diese Aufgaben selbst erledigt. Auch bei mehreren Häusern oder einem Team, das Reservierungen von außerhalb bearbeitet, ist der ortsunabhängige Zugriff ein handfester Vorteil. Wie es mit dem alten Serverprogramm lief, beschreibt Bee/Partment, Betreiber des Best Western Premier Airporthotel Berlin, in einer Mews-Referenz: „Unser Remote-Team konnte das Hotel nicht unterstützen, weil es auf dem Server arbeiten musste.“
Die lokale Installation behält ihren Platz dort, wo ein Haus auch bei längeren Ausfällen der Leitung arbeitsfähig bleiben muss und keinen zweiten Netzweg hat. Wer dafür nicht ganz auf die Cloud verzichten will, findet bei Kombilösungen wie HotelFriend oder GMS Next Cloud 2.0 einen Weg dazwischen. Bei den Kosten verschiebt sich das Bild vom einmaligen Kauf mit späteren Wartungs- und Serverkosten hin zu einer laufenden Miete. Was die einzelnen Programme kosten, findet ihr bei den Anbietern auf unserer Startseite.
Was passiert, wenn an der Rezeption das Internet ausfällt?
Die entscheidende Schwachstelle einer reinen Browser-Lösung zeigt sich, sobald die Internetverbindung weg ist: Ohne Netz erreicht ihr das Programm nicht. ibelsa antwortet auf die Frage nach einem Offline-Modus in unserem Interview knapp: „Nein, es gibt keinen Offline-Modus.“ Auch die anderen reinen Cloud-Anbieter, die wir interviewt haben, nennen keine Möglichkeit, ohne Verbindung weiterzuarbeiten. Umso wichtiger ist ein Notfallplan, der nicht erst dann entsteht, wenn die Rezeption bereits stillsteht.

Einige Anbieter geben dafür praktische Hinweise. ibelsa empfiehlt, am Abend die Cockpitliste mit den wichtigsten Informationen zu Anreisen, Abreisen und Gästen, die noch im Haus bleiben, zu erstellen. Im Notfall liegt damit zumindest eine aktuelle Übersicht bereit. Bei 3RPMS könnt ihr bei einer Störung der Festnetzleitung auf einen mobilen Hotspot oder ein Tablet mit LTE beziehungsweise 5G ausweichen. Für einen umfassenden Strom- oder Netzausfall stellt 3RPMS außerdem automatisierte Notfallberichte bereit, etwa mit den erwarteten Anreisen und der In-House-Liste der bereits eingecheckten Gäste.
Wie wertvoll eine lokale Komponente sein kann, merkt ihr erst beim längeren Ausfall. Ohne Internet arbeitet die Rezeption nur weiter, wenn das Hotelprogramm selbst oder eine Kopie davon im Haus läuft. Bei ASA HOTEL und hotline ist dafür die lokal installierte Variante vorgesehen; ASA HOTEL hält dann Rezeption, Reservierungen und Abrechnung verfügbar. Andere verbinden beide Welten: HotelFriend schaltet im kombinierten Betrieb auf eine lokale Installation um und gleicht die Daten später ab. GMS Next Cloud 2.0 wiederum repliziert die Daten ins Haus, damit bei einer Störung eine Offline-Version einspringt.
Wie bereitet ihr euch darauf vor, wenn am Freitagabend plötzlich die Leitung ausfällt? Für einen eigenen Notfallplan solltet ihr diese vier Bausteine festlegen:
- Ein zweiter Weg ins Netz. Ein Mobilfunk-Router, der bei einem Ausfall der Festnetzleitung automatisch umschaltet, oder zumindest ein Tablet mit eigener SIM-Karte. 5G deckt rund 93 Prozent der Fläche Deutschlands ab, was am eigenen Standort ankommt, solltet ihr vorab testen.
- Tägliche Notfalllisten. Anreisen, Abreisen, Zimmerstatus und Gäste im Haus, ausgedruckt oder als Datei auf einem Gerät, das auch ohne Netz funktioniert. Prüft, ob euer Programm solche Listen automatisch erstellt oder ob jemand sie täglich abrufen muss.
- Schließanlage und Kartenzahlung. Schlüsselkarten-Codierer und Kartenterminals, die über das Hausnetz an das Hotelprogramm angebunden sind, können bei einem Ausfall mit betroffen sein. Klärt mit dem Anbieter der Schließanlage, was offline weiterläuft.
- Die Kasse. Fällt bei einer Restaurant- oder Barkasse nur die technische Sicherheitseinrichtung (TSE) aus, beanstandet die Finanzverwaltung nicht, wenn die Kasse weiter genutzt wird; der Ausfall muss aber dokumentiert werden. Nutzt eure Kasse eine TSE aus der Cloud, wie sie mehrere Hotelprogramme über den Dienst fiskaly einbinden, fragt nach, wie sie sich ohne Internet verhält. Bei Vistello Lodge arbeitet eine angebundene Vectron-Kasse im lokalen Netz weiter; die Zimmerrechnung entsteht erst wieder, wenn die Verbindung steht.
Ein Punkt wird bei Cloud-Verträgen leicht überlesen: Eine zugesagte Verfügbarkeit betrifft zunächst das Rechenzentrum des Anbieters – nicht automatisch eure Internetverbindung. ibelsa verspricht „mindestens 99,5% im Monatsmittel am Übergabepunkt“, also dort, wo die Verbindung das Rechenzentrum verlässt. 99,5 Prozent klingen nach fast durchgehendem Betrieb. Auf einen Monat gerechnet sind aber gut dreieinhalb Stunden Ausfall möglich, ohne dass die Zusage verletzt wäre. Hinzu kommen vereinbarte Wartungszeiten: Bei ibelsa liegen sie montags bis freitags zwischen 22 und 6 Uhr oder am Wochenende und gelten vertraglich ebenfalls als verfügbare Zeit.
Für ein Hotel mit Nachtrezeption ist das keineswegs nur eine technische Fußnote. Wartungsfenster können genau in die Zeit fallen, in der Gäste spät anreisen oder früh abreisen, bei ibelsa auch auf das ganze Wochenende. Fragt also, wie lange Wartungen erfahrungsgemäß dauern und wann ihr davon erfahrt. Auch der Bezugszeitraum ist entscheidend: 3RPMS sichert 99,5 Prozent im Jahresmittel zu. Das entspricht rechnerisch bis zu knapp 44 Stunden pro Jahr, ohne Wartungen, Updates und Störungen außerhalb seines Einflussbereichs; Ausfälle können sich dabei auf wenige Tage konzentrieren. Wartungen von mehr als drei Stunden kündigt 3RPMS mindestens drei Tage vorher an. Für die Verbindung bis zu eurem Haus seid ihr selbst verantwortlich. easybooking fordert in seinen Geschäftsbedingungen eine eigene Internetverbindung für die Software, getrennt vom Gäste-WLAN.
Bevor ihr euch für eine rein browserbasierte Lösung entscheidet, lohnt deshalb ein Blick auf die Versorgung eures konkreten Standorts. Im Breitbandatlas des Bundes könnt ihr die Verfügbarkeit bis auf Adressebene prüfen. Das lohnt sich vor allem für Häuser auf dem Land.
Datenschutz und Sicherheit, wenn ihr eure Hotelsoftware online betreibt
Gästedaten, Reservierungen und Rechnungen liegen bei einer Cloud-Lösung auf den Servern des Anbieters. Die Verantwortung für den datenschutzkonformen Umgang damit gebt ihr dadurch aber nicht einfach ab. Der Anbieter verarbeitet die Daten in eurem Auftrag; dafür ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO erforderlich. Schaut euch darin auch an, welche weiteren Dienstleister beteiligt sind – zum Beispiel Rechenzentrumsbetreiber wie Amazon Web Services oder Microsoft Azure.
Beim Standort der Server wird es konkret: ibelsa nennt Amazon-Web-Services-Rechenzentren in Frankfurt am Main, eine Spiegelung an zwei Standorten und mindestens tägliche Vollbackups. ASA HOTEL betreibt seine Cloud-Variante in Deutschland bei SysEleven. Andere Hersteller geben lediglich die EU als Region an oder veröffentlichen keinen Standort. Auch der Sitz eines Unterauftragnehmers ist einen Blick wert: Bei Dienstleistern in den USA solltet ihr prüfen, ob sie unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert sind. Das Gericht der Europäischen Union hat diesen Rahmen im September 2025 bestätigt.
Dass sich Sicherheitsrisiken auch mit Rechenzentrum und professionellem Betrieb nicht vollständig ausschließen lassen, zeigt ein aktueller Fall. Am 25. Juli 2026 wurde unbefugt auf die IT von ibelsa zugegriffen. Der Anbieter berichtete zunächst, dass personenbezogene Daten von Hotels und deren Gästen abgegriffen werden konnten. Nach dem Untersuchungsstand vom 20. August könnten Reservierungen betroffen sein, die ab Juli 2026 in der Zukunft lagen; eine genauere Eingrenzung war nicht möglich. Einen Abfluss von Zahlungsdaten aus ibelsaPay schließt ibelsa „mit großer Sicherheit“ aus. Das Unternehmen meldete den Vorfall dem Unabhängigen Datenschutzzentrum Saarland, erstattete beim Zentralen Ansprechpartner Cybercrime der saarländischen Polizei Strafanzeige und veröffentlichte Erstmeldung und Untersuchungsergebnis in einer Mitteilung auf der eigenen Website.
Wie euer Anbieter im Ernstfall vorgeht, solltet ihr vor Vertragsschluss wissen. Lasst euch im Angebotsgespräch nicht nur erklären, wo eure Daten liegen, sondern auch, was im Ernstfall passiert. Zwei Fragen solltet ihr ausdrücklich stellen:
Fragen an den Anbieter
- Bekommen wir einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit der Liste aller Unterauftragnehmer?
- Wie und wie schnell informiert ihr uns, wenn es einen Sicherheitsvorfall gibt?
Was die Anbieter dazu angeben: ibelsa verschickt den Vertrag zur Auftragsverarbeitung bei der Registrierung per E-Mail, easybooking stellt ihn auf einer eigenen Seite zur Verfügung. apaleo veröffentlicht eine Liste seiner Unterauftragnehmer (Stand Oktober 2022).
Der Umstieg vom lokalen Hotelprogramm in die Cloud
Beim Wechsel auf ein neues Hotelprogramm steckt die eigentliche Arbeit oft nicht in der Einrichtung, sondern in der Datenmigration. Denn was aus dem alten Programm übernommen werden kann, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter deutlich. Bei hotline lassen sich beispielsweise grundlegende Gästedaten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum importieren; die Zahl früherer Aufenthalte, bisherige Umsätze und Sonderwünsche gehören nicht dazu. ASA HOTEL kann Gästedaten, Reservierungen und Stammdaten übernehmen, wobei der genaue Umfang vom bisherigen Programm abhängt. Weitere veröffentlichte Angaben findet ihr in den jeweiligen Kurzvorstellungen.
Fragt bei jedem Angebot nach einer Migrationsliste: Werden nur die Kontakte in die neue Gästekartei übernommen? Oder kommen auch offene Reservierungen, bereits gezahlte Anzahlungen und frühere Aufenthalte mit? Was nicht importiert wird, muss gegebenenfalls manuell nachgetragen oder im alten Programm aufbewahrt werden. Plant den eigentlichen Umstellungstermin möglichst außerhalb der Hauptsaison und legt fest, bis wann im bisherigen Programm gearbeitet wird.
Und mit den Gästedaten allein ist es nicht getan. Bevor das neue PMS im Alltag funktioniert, müssen auch die angeschlossenen Programme und Geräte zusammenspielen. Achtet beim Wechsel insbesondere auf folgende Punkte:
- Meldeschein: Seit dem 1. Januar 2025 müssen nur noch ausländische Gäste einen Meldeschein ausfüllen (§ 29 Bundesmeldegesetz). Das neue Programm sollte das nach Staatsangehörigkeit trennen. Erhebt eure Gemeinde eine Kurtaxe oder gibt eine Gästekarte aus, kann sie weiterhin Daten auch deutscher Gäste verlangen, dann braucht es die Anbindung an das Meldesystem vor Ort.
- Gästeabgaben: Erhebt eure Stadt oder Gemeinde eine Übernachtungssteuer oder Tourismusabgabe, sollte das neue Programm sie in Buchung und Rechnung mitführen.
- Kasse: Elektronische Kassen müssen seit dem 1. Januar 2025 beim Finanzamt gemeldet werden, und zwar beim Einsatz wie bei der Außerbetriebnahme (§ 146a Abs. 4 Abgabenordnung). Wechselt mit dem Hotelprogramm auch die Restaurant- oder Barkasse, meldet ihr also die neue an und die alte ab. Fragt nach, ob Kasse oder Hotelprogramm die Angaben für diese Meldung bereitstellt.
- Schnittstellen: Channel Manager, Schließanlage und die Übergabe an die Buchhaltung werden im neuen Programm neu angebunden. Fragt nach, welche eurer bisherigen Anbindungen der neue Anbieter unterstützt, und bezieht euren Steuerberater früh ein.
- Altdaten: Buchungsbelege müsst ihr acht Jahre aufbewahren. Nach einem Wechsel des Programms müssen die alten Daten bis zum Ende des fünften Kalenderjahres nach dem Jahr der Umstellung so verfügbar bleiben, dass das Finanzamt bei einer Prüfung darauf zugreifen kann, etwa über einen Lesezugriff auf das alte Programm. Danach genügt ein maschinell auswertbarer Datenträger, solange keine Außenprüfung begonnen hat. Klärt mit dem alten Anbieter, wie ihr an die Daten kommt, bevor er den Support einstellt.
Ein guter Zeitpunkt, über den nächsten Anbieterwechsel nachzudenken, ist ausgerechnet vor dem ersten. Denn die Cloud macht euch zwar unabhängiger vom Rechner an der Rezeption, nicht automatisch aber vom Softwarehersteller. Bei ibelsa könnt ihr Gäste- und Kontaktdaten jederzeit als CSV exportieren; nach einer Kündigung bleibt der Account noch ein Jahr lang lesbar. Bei easybooking lassen sich während der Vertragslaufzeit die Stammdaten der Gäste, also Namen und Adressen, exportieren. Mit Vertragsende endet dort auch der Datenzugriff. Rechnungen und Buchungsdaten, die ihr wegen gesetzlicher Aufbewahrungspflichten behalten müsst, solltet ihr in beiden Fällen rechtzeitig selbst sichern. Hinzu kommen unterschiedliche Vertragsbindungen: easybooking sieht in der Regel 24 Monate Mindestlaufzeit vor; 3RPMS lässt sich mit einer Woche Frist zum Monatsende kündigen. Lasst euch daher schon im Angebot zeigen, welche Daten ihr später in welchem Format zurückbekommt – und wie schnell ihr gegebenenfalls wieder aus dem Vertrag herauskommt.
Cloud-Hotelprogramme im Überblick
Nach den grundsätzlichen Fragen wird es jetzt konkret: Welche Cloud-Hotelprogramme kommen überhaupt infrage und wo unterscheiden sie sich im Betrieb? Wir haben die recherchierten Lösungen in zwei Gruppen aufgeteilt: reine Cloud-Angebote und Hotelprogramme, bei denen ihr zwischen lokalem Betrieb und Cloud wählen könnt. Innerhalb dieser Gruppen sind die Anbieter alphabetisch sortiert, nicht nach einer vermeintlichen Bestenliste. Bei Herstellern, mit denen wir ein Interview geführt haben, stammen die Angaben aus diesem Interview und von ihrer Website, bei den übrigen aus öffentlich verfügbaren Herstellerinformationen; es sind Herstellerangaben, die wir so wiedergeben, wie sie uns vorliegen (Stand Oktober 2026). Wo ein Hersteller zu einem Punkt nichts veröffentlicht, steht „keine Angabe“.
Hotelprogramme nur aus der Cloud
Die folgenden Anbieter führen ihre Hotelprogramme nach dem derzeit veröffentlichten Angebot ausschließlich als Cloud-Lösung. Was die einzelnen Hotelprogramme auszeichnet und welche Angaben es etwa zu Serverstandort oder Ausfallsicherheit gibt, haben wir kompakt für euch zusammengestellt.
3RPMS

- Hersteller: HaDre GmbH, Nürnberg
- Für wen: Unabhängige Beherbergungsbetriebe jeder Größe.
- Cloud-Betrieb: Arbeit ausschließlich im Browser, keine Installation; für das Housekeeping gibt es zusätzlich die App maidConnect.
- Server: Nach ISO 27001 zertifizierte Rechenzentren in Deutschland, die Daten liegen parallel an mindestens zwei getrennten Standorten.
- Bei Internetausfall: Kein Offline-Modus. Weiterarbeit über einen mobilen Hotspot oder ein Tablet mit LTE oder 5G, dazu automatisierte Notfallberichte mit Anreisen und In-House-Liste.
- Gut zu wissen: Kasse für das Front Office mit Cloud-TSE von fiskaly; zugesagte Verfügbarkeit von 99,5 Prozent im Jahresmittel.
apaleo

- Hersteller: apaleo GmbH, München
- Für wen: Individualhotels, Hotelketten und Serviced Apartments.
- Cloud-Betrieb: Cloud-native Plattform, Anmeldung von jedem Gerät; das Hotelprogramm ist selbst eine App auf der offenen Schnittstellen-Plattform.
- Server: Amazon Web Services; zum Standort des Rechenzentrums keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Zugesagte Verfügbarkeit von 99,5 Prozent im Monatsmittel, gemessen bis zum Übergang ins Internet; mehrere Häuser mit einem Login für alle.
Casona HotelManager

- Hersteller: Casona GmbH & Co. KG, Hamburg
- Für wen: Pensionen und kleine Hotels.
- Cloud-Betrieb: Bedienung im Browser „wie eine normale Webseite“, keine Servertechnik im Hotel.
- Server: Rechenzentrum in Deutschland, Backups in ein weiteres Rechenzentrum.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Unterstützung beim Umzug von der alten Software und bei der Einrichtung.
Clock PMS+

- Hersteller: Klok AD (Clock Software), Varna, Bulgarien
- Für wen: Unabhängige Hotels, von kleinen Häusern mit 10 bis 40 Zimmern bis zu Gruppen und Resorts.
- Cloud-Betrieb: Seit 2013 vollständig cloudbasiert, Arbeit im Browser.
- Server: Amazon Web Services in Irland; Hosting und Datensicherung finden im Europäischen Wirtschaftsraum statt.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Leistungen werden laufend verbucht, „Ein Night Audit ist nicht mehr erforderlich.“; für Deutschland mit Meldescheinen und TSE-Anbindung.
easybooking

- Hersteller: zadego GmbH, Innsbruck
- Für wen: Kleine und mittlere Gastbetriebe mit bis zu etwa 50 Einheiten.
- Cloud-Betrieb: Web-Anwendung ohne Installation, Zugriff über den Browser von PC, Tablet oder Smartphone.
- Server: Keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Kein Offline-Modus. Den Zimmerplan könnt ihr ausdrucken, um den aktuellen Stand zur Hand zu haben.
- Gut zu wissen: Die Geschäftsbedingungen verlangen eine eigene Internetleitung für die Software, getrennt vom Gäste-WLAN; die Gästekartei lässt sich übernehmen, Direktbuchungen aus dem alten Programm nicht.
eviivo

- Hersteller: eviivo GmbH, Düsseldorf (Unternehmensgruppe mit Sitz in London)
- Für wen: Inhabergeführte Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Vermietungsagenturen.
- Cloud-Betrieb: Cloudbasierte Plattform seit 2011, nutzbar auf Desktop, Tablet und Smartphone.
- Server: Keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: App für iOS und Android, in der mehrere Objekte ohne getrennte Anmeldung verwaltet werden.
HOS Booking

- Hersteller: Snowoffice GmbH, Zell am See
- Für wen: Hotels mit 10 bis 100 Zimmern, Einzelhäuser wie Gruppen.
- Cloud-Betrieb: Cloudbasiert, Zugriff von jedem Gerät mit Internet, ohne lokalen Server und ohne manuelle Updates.
- Server: Keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Der Wechsel wird mit Datenmigration, Schulung und Begleitung beim Start unterstützt.
Hotelmeister

- Hersteller: Ing. Peter Rainer (Hotelmeister), Saalfelden
- Für wen: Kleine und mittlere Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Serviced Apartments.
- Cloud-Betrieb: Webbasiert, im Browser auf PC, Tablet und Smartphone.
- Server: EU; die Daten liegen auf mehreren Servern in örtlich getrennten Rechenzentren verschiedener Betreiber.
- Bei Internetausfall: Zum Offline-Modus keine Angabe; als Ausweg dient der Zugriff über das Mobilfunknetz.
- Gut zu wissen: Datenimporte aus Hotelprogrammen wie easybooking, Casablanca, Protel, gastrodat und HS3.
HUGO

- Hersteller: HUGO Hotelsoftware GmbH, Sankt Michael im Lungau
- Für wen: Vom Privatzimmervermieter und Einzelhotel bis zu Resort, Seminarhaus und Hotelgruppe.
- Cloud-Betrieb: Arbeit im Browser auf Windows, macOS, Linux, iOS und Android, keine lokale Installation.
- Server: Keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Beim Wechsel lassen sich je nach Vorgängerprogramm Gästestammdaten, Reservierungen und teilweise Anzahlungen übernehmen, unter anderem aus Casablanca, Fidelio und Protel.
ibelsa

- Hersteller: ibelsa GmbH, Berlin
- Für wen: Vor allem inhabergeführte Häuser mit 25 bis 100 Zimmern.
- Cloud-Betrieb: Reine Browser-Anwendung, im Hotel wird nichts installiert.
- Server: Rechenzentren von Amazon Web Services in Frankfurt am Main, an zwei Standorten gespiegelt.
- Bei Internetausfall: Kein Offline-Modus. Abends die Cockpitliste mit Anreisen, Abreisen und Bleibern erzeugen, sie dient als Notfallliste.
- Gut zu wissen: Zugesagte Verfügbarkeit von mindestens 99,5 Prozent im Monatsmittel; Gäste- und Kontaktdaten aus anderen Hotelprogrammen lassen sich importieren.
igumbi

- Hersteller: igumbi e.U., Wien
- Für wen: Kleine Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Privatzimmervermieter.
- Cloud-Betrieb: Bedienung im Browser, dazu Apps für iPhone, iPad und Android.
- Server: Deutschland.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Der Support begleitet die Übernahme von Gästedaten und Reservierungen aus dem alten Programm.
ILOCA

- Hersteller: ILOCA Systems GmbH, Memmingerberg
- Für wen: Von der einzelnen Ferienwohnung bis zu Häusern mit mehr als 100 Zimmern.
- Cloud-Betrieb: Webbasiert, ohne Installation und unabhängig von Gerät und Betriebssystem.
- Server: Deutschland, mit täglichen Backups.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Kassenbuch mit TSE über fiskaly, ohne zusätzliches Gerät vor Ort.
Little Hotelier

- Hersteller: SiteMinder
- Für wen: Kleine Hotels.
- Cloud-Betrieb: Anmeldung im Browser, Chrome oder Firefox empfohlen.
- Server: Amazon Web Services; zum Standort keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Eigene App für die Verwaltung von unterwegs; Reservierungen von einer anderen Plattform lassen sich importieren.
Mews

- Hersteller: Mews Systems B.V., Amsterdam (deutsche Gesellschaft in München)
- Für wen: Hotels; im Mai 2024 waren 76 Prozent der Mews-Kunden in Deutschland kleine und mittlere Häuser.
- Cloud-Betrieb: Vollständig in der Cloud, keine Installation; Housekeeping zusätzlich per App.
- Server: Microsoft Azure, verteilt auf mehrere Regionen; zum Land keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Zum Offline-Modus keine Angabe; für den Notfall empfiehlt Mews, Berichte wie Gäste im Haus, Zimmerstatus und Reservierungen automatisch exportieren zu lassen.
- Gut zu wissen: Vertraglich zugesagte Betriebszeit von 99,9 Prozent im Monat; Mews hat 2024 das lokale Hotelprogramm HS3 übernommen und begleitet dessen Kunden beim Umstieg.
Oracle OPERA Cloud

- Hersteller: ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG, München
- Für wen: Vom einzelnen Haus bis zur Hotelkette mit vielen tausend Zimmern.
- Cloud-Betrieb: Für den Betrieb im Browser über das Internet gebaut.
- Server: Oracle-Rechenzentren, die Region legt Oracle je Kunde fest; in Europa gehört Frankfurt zu den Standorten.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Ziel-Verfügbarkeit von 99,9 Prozent; je Region mindestens zwei räumlich getrennte Rechenzentren.
pension-software24

- Hersteller: Georg Huonker, Rosenfeld
- Für wen: Kleine Hotels und Pensionen bis 60 Zimmer.
- Cloud-Betrieb: Im Browserfenster auf PC, Mac, Tablet und Smartphone, ohne Installation.
- Server: Angemieteter Cloud-Server bei der Strato AG in Berlin; tägliches Backup auf einen räumlich getrennten Speicher.
- Bei Internetausfall: Zum Offline-Modus keine Angabe; die Reservierungsdaten lassen sich als Excel-Tabelle auf den eigenen Rechner laden.
- Gut zu wissen: Jeder Nutzer bekommt eine eigene Datenbank auf dem Cloud-Server des Herstellers.
RESAVIO

- Hersteller: Lehnen Websolutions GmbH & Co. KG, Düren
- Für wen: Hotels, Pensionen, Hostels, Campingplätze und Ferienwohnungen, ausdrücklich auch kleinere Betriebe.
- Cloud-Betrieb: Software as a Service im Browser, ohne zusätzliche Hard- oder Software.
- Server: Keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Statt einer eigenen App lässt sich RESAVIO auf den Startbildschirm des Smartphones legen.
RoomRaccoon

- Hersteller: RoomRaccoon B.V., Breda (Niederlande)
- Für wen: Unabhängige Hotels.
- Cloud-Betrieb: Software as a Service über das Internet.
- Server: Keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Einrichtung und Schulung übernimmt RoomRaccoon im Rahmen seines Onboarding-Programms.
SIHOT

- Hersteller: GUBSE AG, Schiffweiler
- Für wen: Stadthotels, Resorts, Hostels, Ketten und Tagungshäuser.
- Cloud-Betrieb: Aktuell als Cloud-Lösung angeboten; zur Frage, ob im Browser oder mit installiertem Programm gearbeitet wird, keine Angabe.
- Server: Deutschland.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Mit SIHOT.CM für Ketten und Kooperationen, die Daten zwischen Häusern und Zentrale synchronisieren; ältere Vertragsbedingungen (Stand 2013) beschreiben noch eine Installation beim Kunden, das aktuelle Angebot nennt nur die Cloud.
Simplify Cloud

- Hersteller: Simplify Hospitality GmbH, Salzburg
- Für wen: Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Hostels und Gastronomiebetriebe.
- Cloud-Betrieb: Reine Cloud-Lösung, orts- und geräteunabhängig nutzbar; früher unter dem Namen Front Office Cloud.
- Server: EU.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Hotelprogramm und Restaurantkasse in einer Lösung; das Programm gastrodat führt derselbe Hersteller weiter.
Soferu (Swoppen)

- Hersteller: Swoppen Systems GmbH, Paderborn
- Für wen: Kleine und mittlere Hotels, Pensionen, Hostels und Apartments.
- Cloud-Betrieb: Über den Browser bereitgestellt, ohne lokale Installation.
- Server: EU.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Hotelprogramm innerhalb der Swoppen-Plattform, zu der unter anderem eine Kasse mit Cloud-TSE gehört.
SoftTec Cloud Hotelsoftware

- Hersteller: SoftTec GmbH, Sonthofen
- Für wen: Familiengeführte Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte und gastronomisch geprägte Betriebe.
- Cloud-Betrieb: Vollständig im Browser, keine lokale Installation.
- Server: Europa; das Unternehmen ist nach ISO 27001 zertifiziert.
- Bei Internetausfall: Kein Offline-Modus, die Nutzung setzt eine Internetverbindung voraus.
- Gut zu wissen: SoftTec übernimmt Datenmigration und Konfiguration; eigenes Kassensystem Easy2Bon.
Vistello Lodge

- Hersteller: Vistello GmbH, Brombachtal
- Für wen: Beherbergungsbetriebe von einer Einheit bis zu mehreren Häusern, auch Ferienwohnungen und Camping.
- Cloud-Betrieb: Browser-Anwendung auf Desktop, Tablet und Smartphone, ohne Server im Haus.
- Server: Deutschland.
- Bei Internetausfall: Kein produktiver Offline-Modus; eine angebundene Vectron-Kasse arbeitet im lokalen Netz weiter, die Zimmerrechnung entsteht erst wieder mit Verbindung.
- Gut zu wissen: Stammdaten kommen über einen Onboarding-Fragebogen; Buchungen aus dem alten Programm werden nicht automatisch übernommen.
ZimmerSoftware

- Hersteller: Zimmersoftware KG, Gerasdorf bei Wien
- Für wen: Hotels, Pensionen und Privatzimmervermieter, mit Schwerpunkt Österreich.
- Cloud-Betrieb: Bedienung im Browser auf Smartphone, Tablet oder PC.
- Server: Unabhängige Rechenzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich bei einem Ausfall gegenseitig vertreten.
- Bei Internetausfall: Zum Offline-Modus keine Angabe; als Ausweg dient das Mobilfunknetz.
- Gut zu wissen: Eine Sicherungskopie aller Daten lässt sich jederzeit als CSV-Datei laden.
Hotelprogramme wahlweise lokal oder aus der Cloud
Nicht jedes Hotel möchte sich vollständig von einer dauerhaften Internetverbindung abhängig machen. Bei den folgenden Programmen habt ihr deshalb eine Wahl zwischen dem Betrieb im eigenen Haus und einer Cloud-Lösung. Allerdings lohnt auch hier ein genauer Blick: Mal ist es dasselbe Programm in zwei Betriebsarten, mal sind es unterschiedliche, aber verwandte Produkte einer Herstellerfamilie.
ASA HOTEL

- Hersteller: ASA KG, Kaltern (Südtirol)
- Für wen: Kleine bis mittelgroße Hotels, Pensionen und Hotelketten mit mehreren Standorten.
- Cloud-Betrieb: Als native Cloud-Anwendung oder zur Installation auf eigener Hardware, mit Browser-Oberfläche in beiden Varianten.
- Server: Cloud-Betrieb in Deutschland bei der SysEleven GmbH, Berlin.
- Bei Internetausfall: Im Cloud-Betrieb ist eine Internetverbindung nötig. In der lokalen Installation laufen Rezeption, Reservierung und Abrechnung ohne Internet weiter, Channel Manager und Behördenmeldungen brauchen eine Verbindung.
- Gut zu wissen: Zugesagte Verfügbarkeit von 99,8 Prozent für Server und Software.
GMS (felixUnity und GMS Next Cloud)

- Hersteller: GMS Hutter GmbH & Co KG, Salzburg
- Für wen: Hotels und Wellness-Resorts in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
- Cloud-Betrieb: Die bisherigen GMS-Programme laufen im eigenen Haus oder als GMS Next Cloud 2.0 im Rechenzentrum, „direkt aus dem Browser bedienbar“; die neue Generation felixUnity ist eine Cloud-Anwendung.
- Server: EU.
- Bei Internetausfall: Für Next Cloud 2.0 repliziert die „GMS Cloud Replikation“ die Daten lokal, bei einem Ausfall wird auf eine Offline-Version gewechselt; für felixUnity keine Angabe.
- Gut zu wissen: Die Daten lassen sich aus Next Cloud 2.0 jederzeit wieder auf eigene Server zurückholen; felixUnity führt mehrere Häuser auf einer Datenbasis.
HotelFriend

- Hersteller: HotelFriend AG, Berlin
- Für wen: Unabhängige Hotels, Hotelketten, Serviced Apartments und Resorts.
- Cloud-Betrieb: Als Cloud-Anwendung, lokal oder als Kombination aus beidem.
- Server: Amazon Web Services in Deutschland, mit täglicher Datensicherung und Backups in einem Ausfallrechenzentrum.
- Bei Internetausfall: Im kombinierten Betrieb wird auf ein lokal installiertes Programm gewechselt, Check-in, Check-out, Reservierungen und Zahlungen laufen weiter und werden danach abgeglichen.
- Gut zu wissen: Kasse mit TSE von fiskaly als Zusatzmodul.
hotline

- Hersteller: SoftTec GmbH, Sonthofen
- Für wen: Kleine bis mittlere Betriebe mit etwa 15 bis 120 Zimmern.
- Cloud-Betrieb: Lokal installiert oder als Cloud-Server-Variante: Das Programm wird im Browser gestartet, gearbeitet wird in der gewohnten Windows-Oberfläche, gedruckt über die Drucker im Haus.
- Server: Rechenzentren in Deutschland, zertifiziert nach ISO 27001.
- Bei Internetausfall: In der lokalen Installation laufen die Grundfunktionen ohne Internet; für die Cloud-Variante keine Angabe.
- Gut zu wissen: Die Cloud-Version hat den vollen Funktionsumfang der lokalen Software; aus anderen Programmen werden nur Grunddaten der Gäste übernommen.
protel (Planet)

- Hersteller: Planet
- Für wen: Hotels mit einem oder mehreren Häusern.
- Cloud-Betrieb: Protel Cloud PMS als cloud-natives Hotelprogramm, daneben wird die lokale protel-Version weiterentwickelt.
- Server: Amazon Web Services; zum Standort keine Angabe.
- Bei Internetausfall: Keine Angabe.
- Gut zu wissen: Häuser in der Cloud und lokal installierte Häuser lassen sich mischen, ohne den Integrationspartner zu wechseln.
Fazit
Eine pauschal beste Cloud-Hotelsoftware gibt es nicht. Für viele kleine und mittlere Häuser ohne eigenen Server ist eine Browser-Lösung bequem: Das Team kann von verschiedenen Orten arbeiten, und Updates laufen zentral. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr den Internetausfall mitdenkt – zum Beispiel mit einem zweiten Netzzugang und täglich aktualisierten Notfalllisten. Wer HS3 einsetzt, sollte wegen des für Frühjahr 2027 angekündigten Supportendes den Umstieg rechtzeitig vorbereiten. Bei Suite 8 stellt sich die Frage, ob ein Programm ohne neue Updates auf Dauer noch zu euren Anforderungen passt. Und wenn die Leitung vor Ort unzuverlässig ist, verdienen Varianten mit lokalem Betrieb und Cloud-Option besondere Aufmerksamkeit. Entscheidend ist am Ende nicht das Etikett „Cloud“, sondern was im normalen Hotelalltag – und bei einer Störung – tatsächlich funktioniert, wie der Anbieter euch beim Wechsel unterstützt und welche Daten ihr später wieder mitnehmen könnt.
Funktionen und Preisangaben der Programme vergleicht ihr auf unserer Startseite unter Hotelsoftware im Vergleich. Wenn ihr selbst schon mit einem Hotelprogramm arbeitet, könnt ihr eure Bewertung in den Erfahrungen aus der Community teilen.
